© 2017 by Trisport Stove e.V. Proudly created from and with thisishoenow.com

Please reload

NEUESTE BEITRÄGE

ZU GAST beim ITU TRIATHLON in HAMBURG

20 Jul 2015

1/5
Please reload

EMPFOHLENER BEITRAG

WECHSELZONE DIE ERSTE

14 Jun 2014

 Sonntag 15. Juni 2014. Es ist 5:59 Uhr in der Früh - in einer Minute wird der Handywecker klingeln. Nadine ist schon seit mindestens 40 Minuten wach. Denn heute wird sie bei Ihrem ersten Triathlon beim 7 Türme Tri in Lübeck starten. Die Tasche ist schon seit 5 Tagen gepackt und die Reifen vom Rennrad - ach was - das komplette Equipment schon ein dutzend mal überprüft.

 

7:35 Uhr - Nadine sitzt am Frühstückstisch. Das Kraftfutter will heute nicht so richtig gen Magen rutschen. Die Gedanken kreisen adrenalingesteuert um den Startschuß, um die bevorstehenden 4 Stunden. Ob auch alles klappt? Und ist eigentlich schon das Navi eingestellt?

 

8:45 Uhr - Ankunft in Lübeck. Alles ist ungewohnt, spannend und neu. Hat sie auch alles bedacht, wird sie bei der Wettkampfbesprechung alles verstehen, die verwirrenden Startnummern-Aufkleber an die richtigen Stellen montieren, das Rennrad optimal in der Wechselzone platziert? Die Anspannung steigt minütlich.

Wo ist eigentlich die Schwimmstrecke zuende und wo fängt die Laufstrecke an?

 

Als die Jungs erklärt haben, wie das alles so funktioniert mit diesem Triathlon, klang alles so einfach, 

unkompliziert und selbsterklärend.  

 

 

9:40 Uhr - noch 20 Minuten. Nadine überlegt nicht zu starten, spricht zu ihrem Frühstück, es möge doch bitte im Magen bleiben. Wie ein eingesperrter Puma tigert sie an der Startlinie auf und ab um die aufsteigende Panik irgendwie abzufangen.

 

9:54 Uhr - Nadine will jetzt los, starten und ersehnt sekündlich das Gefühl der aussetzenden Gedanken herbei. Um kurz darauf den Tunnel zu erreichen, der nur noch das vorankommen, das durchhalten, das weitermachen

 - das Ziel überqueren - zählen lässt.

 

11:47:23 Uhr - Es ist geschafft. Nach 1 Stunde 47 Minuten und 23 Sekunden kommt Nadine gefühlt 5 Meter

 unterm Meeresspiegel ins Ziel, um dann etwas später stolz wie Norbert 2 Meter über dem Boden zu schweben. Mit Pasta-Schüßel in der Einen, einer Medaille in der anderen Hand und einem verklärten Grinsen im Gesicht.

 

"Die Faszination eines Triathlon-Wettkampfes", sagt sie "muss man selbst erleben und lässt sich nur

schwer beschreiben." Vielleicht so: Es gleicht ein bisschen dem Leben, wie sie es sich von einer Eintagsfliege vorstellt. Innerhalb kürzester Zeit durchlebst Du, ohne wirklich Einfluß darauf nehmen zu können, sämtliche Emotionen die das Leben so mit sich bringt.

 

In dem einen Moment fliegen dir die Muskeln um die Ohren und du denkst du stirbst und kannst nicht weiter - und zwar genau jetzt. Im nächsten Moment merkst Du, dass aus der Bleiente von letztem Jahr ein Delphin geworden ist und Du als Erstes aus dem Wasser kommst. Wenig später macht Dein Material schlapp und Du musst 1,5 Kilometer vor der Wechselzone Dein Rad vielleicht sogar tragen. Es kann so so viel passieren innerhalb eines Wettkampfes. Das macht diese Sportart aus. Ein echtes "Wechsel"bad der Gefühle und das garantierte Hochgefühl nach der Ziellinie (;

 

Gott sei Dank, die Pasta schmeckt schon wieder und mit viel zu viel Nudeln im Mund formuliert sie die alles entscheidende Frage:

 

Martin? Wann ist eigentlich der nächste Wettkampf?

 

 

BIlder vom 7 Türme Triathlon findet ihr hier

 

 

 

Please reload

SCHLAGWÖRTER